
Sehenswerte Bauwerke
Es muss nicht immer auf den ersten Blick spektakulär sein, um Interessantes und Neues zu entdecken. Oft sind es die kleinen Details, die überraschen.
Eine Auswahl
Schinkel-Kirche in Straupitz
Unweit von Burg liegt, am nördlichen Spreewaldrand, der Ort Straupitz. Von Weitem sind schon die beiden Türme der um 1830 neu errichteten Dorfkirche zu sehen. Die Straupitzer Dorfkirche entstand in klassizistischer Bauweise nach Plänen von Carl Friedrich Schinkel. Das stark vernachlässigte Bauwerk wurde in den 1990er Jahren aufwendig saniert.
Weitere Informationen:
Ev. Kirchengemeinde Straupitz oder Wikipedia
Schloss Straupitz (Schlosspark)
In unmittelbarer Nähe zur Straupitzer Dorfkirche befindet sich die Schlossparkanlage mit dem Hauptgebäude, dem Turmgebäude und dem Kornspeicher. Das spätbarocke Hauptgebäude ist ein Ende des 18. Jahrhunderts errichtetes Gutshaus, welches heute als Grundschule genutzt wird.
Kornspeicher
Der etwa gleich alte Kornspeicher wurde liebevoll und aufwendig saniert und im September 2005 wieder eröffnet. Hier sind eine Ausstellung zur Straupitzer Geschichte, eine Töpferwerkstatt und im Erdgeschoss ein kleines Lokal untergebracht.
Weitere Informationen: Wikipedia
Holländer Windmühle zu Straupitz
Am nördlichen Dorfrand von Straupitz steht eine in Europa wohl einzigartige Windmühle, die Mitte des 19. Jh. als Ersatzneubau für die zuvor abgebrannte hölzerne Bockmühle errichtet wurde.
Die Mühle ist heute ein technisches Baudenkmal und wird als Öl-, Korn- und Sägemühle betrieben.
Weitere Informationen:
Windmühle Straupitz oder Wikipedia
Dorfkirche in Zaue
Das Dorf Zaue liegt malerisch am Westufer des Schwielochsees. Hier steht die Dorfkirche von Zaue, die um 1300 als Wehrkirche errichtet wurde. Beeindruckend sind die Wand- und Deckenmalereien aus der Mitte des 15. Jh. mit Motiven aus neuem und alten Testament.
Weitere Informationen: Vilmoskörtes Blog
Schloss Lübbenau
Das Schloss in Lübbenau ist aus verschiedenen Gründen zu empfehlen. Wir beschränken uns hier auf die architektonischen.
Seit dem frühen 17. Jh. war das Schloss Lübbenau Sitz des Grafen zu Lynar, einem Toskanischen Adelsgeschlecht, dessen Hausrecht 1944 beendet werden sollte. Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar wurde 1944 wegen seiner Beteiligung am gescheiterten Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 von den Nazis hingerichtet, und der Familienbesitz wurde daraufhin enteignet.
Nach der s.g. Wiedervereinigung erlangte die Familie Lynar ihren Besitz teilweise zurück.
Der Schlossbereich gilt als ältester Teil von Lübbenau. Der heutige Anblick des Schlosses entspricht dem Bau aus dem frühen 19. Jh., der um 1840 um die beiden Türme erweitert wurde.
Das Schloss Lübbenau wird heute von den Lynars als Hotel betrieben und bietet ein gutes gastronomisches Angebot sowohl im Hauptgebäude als auch in der Orangerie (errichtet um 1820). Ein liebevoll geführter Shop rundet das Angebot – auch für Tagesbesucher – ab.
Weitere Informationen:
Die Internetseiten des Schlosses sind leider schwer zu erschließen, weswegen wir hier auf eine allgemeine Informationsquelle zurückgreifen: Wikipedia
“Lagunendorf” Lehde
Theodor Fontane verglich in seinen “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” das Dorf Lehde mit einer Miniaturausgabe von Venedig.
Das Inseldorf Lehde wurde Anfang des 14. Jh. erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort steht heute komplett unter Denkmalschutz und bietet heute einen eindrucksvollen Einblick in das Leben längst vergangener Zeiten. Sie erreichen Lehde von Lübbenau aus wahlweise per Spreewaldkahn oder auf dem Landweg.
Lehde ist ein ausgesprochen beliebtes Ausflugsziel – in traumhafter Lage. Wir empfehlen daher einen Besuch in der Nebensaison oder werktags.
Weitere Informationen:
Spreewalddorf Lehde oder Wikipedia
Schloss Lieberose
Das Schloss Lieberose zählt zu einem der größten Barockschlösser in Brandenburg. Das Schloss wurde – nach dem Stadtbrand von 1657 – Mitte des 18. Jh. als Vierflügelanlage erreichtet. Hiervon sind – im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges – nur noch Teile erhalten.
Zum Schloss gehört eine über 30 ha große Parkanlage.
Weitere Informationen:
Brandenburgische Schlösser GmbH oder Burgeninventar
Universitätsbibliothek Cottbus
Das neue Bibliotheksgebäude der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus – im modernen Sprachgebrauch offiziell Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) genannt – ist ein beeindruckendes Gebäude, welches 2005 seiner Bestimmung übergeben wurde (Entwurf: Herzog & de Meuron – Schweiz).
Verbinden Sie Ihren Besuch in der Stadt Cottbus unbedingt mit einem Abstecher zum Campus der BTU. Für Interessierte der Architektur ein Muss!
Weitere Informationen:
IKMZ Cottbus, BTU oder Wikipedia
Altstadt von Cottbus
Die Geschichte der Stadt Cottbus geht auf das 3. bis 4. Jh. zurück. Wahrzeichen der Stadt ist der Spremberger Turm aus dem 13. Jh.. Von hieraus erschließt sich die historische Altstadt, hin zum barocken Marktplatz.
In der Nachbarschaft zum Marktplatz und zur Oberkirche stehen Plattenbauten aus den 1980er Jahren, die der s.g. Bauserie INB entstammen und zu Zeiten der DDR den Versuch darstellten, die innerstädtischen Bereiche mit industriellen Bauweisen zu modernisieren. Was heute wie Bausünden aussieht, war der verzweifelte Versuch engagierter Architekten, das Unmögliche möglich zu machen: historische Bauweisen, die zwischenzeitlich dem Verfall preisgegeben waren, durch Plattenbauten zu ersetzen.
Ein weiträumiger Besuch der Cottbuser Altstadt bietet Ihnen – neben historischen Gebäuden – so auch einen Eindruck zur jüngeren Baugeschichte.
Weitere Informationen:
Cottbuser Altstadt oder Wikipedia
Staatstheater in Cottbus
Das Cottbuser Theater ist das einzige Staatstheater in Brandenburg (Statuswechsel: 1992 vom Stadttheater zum Staatstheater).
1908 wurde das Jugendstilgebäude nach den Plänen des Architekten Bernhard Sehring eröffnet. Sehring erregte ein gutes Jahrzehnt zuvor Aufmerksamkeit mit seinem Theater des Westens in Berlin.
Wenn Sie sich die Altstadt von Cottbus angesehen haben, empfehlen wir Ihnen, den Besuch des Theaters nicht zu versäumen.
Weitere Informationen:
Staatstheater Cottbus, Cottbuser Theater oder Wikipedia
Eisenhütenstadt
Eisenhüttenstadt liegt nicht gleich um die Ecke von Burg (ca. 70 km). Mit einer etwas längeren Anfahrt verbunden, ist diese Stadt eine unbedingte Empfehlung für Architekturinteressierte.
Eisenhüttenstadt verbindet auf eindrucksvolle Weise die Bauhaustradition mit der s.g. Stalin-Architektur.
Die Stadt entstand – beginnend Anfang der 1950er Jahre – in mehreren Bauabschnitten als Wohnstadt für die namengebende Eisenhüttenindustrie. Vor der Chruschtschowschen Abrechnung von 1956 mit dem diktatorischen System Stalins hieß die Stadt Stalinstadt. Ursprünglich sollte sie Karl-Marx-Stadt heißen, was dann Chemnitz zufiel. Seit 1961 heißt sie Eisenhüttenstadt.
Eisenhüttenstadt ist städtebaulich, architektonisch und bauhistorisch eine unbedingte Empfehlung!
Weitere Informationen:
Denkmal Eisenhüttenstadt oder Wikipedia
Internationale Bauausstellung (IBA)
Fürst-Pückler-Land 2000 bis 2010
Die Internationale Bauausstellung “Fürst-Pückler-Land 2000 bis 2010” bietet Sehens- und Wissenswertes zur Geschichte, Architektur, Natur und Industrie in der Lausitz.
Nutzen Sie auf jeden Fall eines der zahlreichen Angebote. Sie finden solche zur regionalen Tagebauentwicklung, zum historischen Gartenbau und zur Siedlungspolitik vergangener Zeiten und in der Gegenwart.
Weitere Informationen:
Offizielle Website der IBA


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